Die Welt der Randonneure ist klein

Ich schon wieder.

Diesmal war ich ohne Rad unterwegs, aber ebenfalls sehr umweltbewusst und in beruflichen Belangen auf einer zweitägigen VDI-Fachtagung bei der Physikalisch Technischen Bundesanstalt, kurz PTB. Diese Tagung bildet aber nur den Rahmen für das Treffen zweier sich vorher unbekannter Randonneure. Am zweiten der beiden Tagungstage war ich morgens mit dem Linienbus zum Tagungsgebäude unterwegs und beim Umstieg in einen fast vollen Bus, erspähte ich beim Durchgehen in die hinteren Sitzreihen einen mir seit diesem Jahr bekannten Schriftzug auf einer schwarz-rot-gelben Jacke: „Audax Randonneure“

„Entschuldigung, ist der Platz noch frei?“, fragte ich höflich und nahm nach Bejahung platz.
Direkt ergriff ich das Wort und viel, wie man so schön sagt, mit der Tür ins Haus: „Und, nächstes Jahr wieder in Paris starten?“
Der allgemeine Randonneur kann damit etwas anfangen. Es ist das 1200km lange Brevet Paris-Brest-Paris gemeint. Wir diskutierten lebhaft auf den letzten neun Minuten Fahrt über Raderlebnisse und stellten fest, dass wir zusammen dieses Jahr beim 600er Brevet in Hamburg gestartet waren. Wir hatten uns dort aber nicht gegenseitig wahrgenommen.
Kurz vor der Endstation an der PTB stellten wir fest, dass wir zufällig auch zur selben Tagung und dementsprechend im selben Betätigungsfeld unterwegs sind.
Wir tauschten nach messtechnischen Themen und weiteren Raderlebnissen die Visitenkarten aus und ich lernte mit Frank einen Randonneur aus Stuttgart mit sächsischen Wurzeln kennen, der in der nächsten Saison auch ein Brevet in Berlin absolvieren möchte.
Also Frank: Ich freue mich jetzt schon auf lebhafte Diskussionen über Koordinatenmessmaschinen, Tastsysteme und Messunsicherheiten auf den Straßen Brandenburgs. Und wenn nicht dort, dann spätestens auf dem Weg an die französische Atlantikküste.
Der letzte Absatz ist mit einem Augenzwinkern zu lesen, aber ich bin erstaunt wie klein unser Globus ist. Um diesen Blog-Eintrag fachgerecht zu schließen: Es ist alles eine Frage des Maßstabes!

In diesem Sinne. KEEP RIDING!!!

2 Gedanken zu „Die Welt der Randonneure ist klein

  1. randonneurdidier

    Moin Rene, in einem Rutsch habe ich alle Deine bisherigen Berichte aufgesogen.

    Klasse geschrieben, feine Fotos! Und nun weiß ich auch, wer der „Rookie“ mit den Rapha-Klamotten ist, den ich bei den Berliner Breites gesehen habe.

    Für mich heißt es immer: „nach den Brevets ist vor den Brevets“. Auch bei Winterwetter macht Radfahren Spaß, wenn man die richtigen Klamotten hat. Gestern habe ich beim Stadler eine Mavic-Vision Jacke für 75- € erstanden. Damit sehe ich zwar aus wie ein Straßenarbeiter auf dem Rennrad, aber zu übersehen bin ich in Dämmerung und Dunkelheit kaum!

    Bleib munter

    Wir sehen uns spätestens beim 200er

    Dietmar

    Antwort
    1. reneheiden Autor

      Moin Moin Dietmar!

      Dank für die netten Worte und auch ich habe schon viele Leseminuten auf deiner Seite verbracht. Vor allem die Brevets aus einer anderen Sicht zu erleben ist hervorragend für mich.

      Und zum Thema Klamotten: Rapha ist für mich natürlich eine tolle Marke, aber ich habe auch andere Marken 😉
      Viel Spaß mit der neu erstandenen Jacke auf vielen Hunderten Kilometern.

      Bis bald.

      Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s